Reisebericht – Norwegen

Norwegen – 2022

 9500 km in 8 Wochen mit dem VW Grand California  

Wir waren an keinem Ort länger als 2 Tage….. morgens wussten wir nicht, wo wir am nächsten Tag aufwachen. So entstand eine sehr abwechslungsreiche Stecke mit unzähligen Fährüberfahrten, kilometerlangen Tunneln, vorbei an gigantischen Wasserfällen prächtigen Bergen und Fjorden.

Anmerkung:

Viele Fotos wurden hier spontan während der Fahrt gemacht, auch teilweise mit dem iPhone. Mein Fokus lag mehr in der Dokumentation als in der Perfektion der Fotos.

  Wir haben Zeit – viel Zeit, deshalb haben wir nicht groß geplant, sondern lassen uns treiben von Tag zu Tag. Einige Orte – Points of Interrest haben wir auf einer Karte markiert, das war es auch schon. Wir bleiben wo es uns gefällt und fahren weiter wenn es uns nicht gefällt oder das Wetter gerade mal uns nicht zusagt.

Rostock – Trelleborg

Mit der Fähre – Stena Line – ging es von Rostock nach Trelleborg in Schweden.Wir übernachteten auf dem dem Wohnmobil Stellplatz in Warnemünde , direkt am Strand. Zur Fähre sind es von hier 25 MIN.

Landskrona, Schweden

Die Überfahrt dauerte ca. 6 Stunden, so dass wir am Abend in Schweden noch ein Stück fahren konnten.Die erste Nacht in Schweden verbrachten in Landskrona, auf einem gut besuchten Stellplatzam Yachthafen.  Wir wurden mit einem traumhaften Sonnenuntergang belohnt.

Strömstad – Sandefjord 

Für die Fahrt über den Oslofjord haben wir die Strecke Strömstad – Sandefjord mit der Fjordline gewählt. Die Überfahrt war recht kurzweilig, das Buffet ist sehr zu empfehlen. Die Ausblicke in den Fjord sind fantastisch.

Sandefjord, Norwegen

In Sandefojrd, fanden wir recht schnell einen Stellplatz, obwohl es mittlerweile schon sehr spät war. Die Stimmung im Hafen war unglaublich – wir waren verzaubert.

Lillesand

Von Sandefjord aus folgten wir der E18 in Richtung Kristiansand und schlugen unser Nachtquartier im Bobilhaven von Lillesand auf. Einem süßen Ort mit guter Restaurantauswahl direkt am Hafen und sehr guten Lebensmittel- und Fischläden. In einem kleinen Handarbeitsladen fand ich eine gute Auswahl an Wolle und lies mir von der sehr netten Inhaberin die Strickweise eines Norwegerpullovers erklären, den sie gerade in Arbeit hatte….. mal sehen was das gibt.

Aus der Grand California Kombüse gab es Dorsch in der Folie mit einer Reis/Lauchpfanne, asiatisch gewürzt.

Lindesnes Fyr

Das nächste Ziel war der Leuchturm von Lindesnes. Wir hatten gelesen, dass es hier einen Stellplatz gibt, das hatten andere wohl auch gelesen, es war entsprechend voll. Aber wir kamen dennoch voll auf unsere Kosten. Der Blick war grandios.

Lindesnes Fyr

Aus der Grand California Kombüse gab es Lachs mit einem Salat vom grünen Spargel. 

Zu unserem nächsten Ziel Stavanger brachen wir schon gleich nach dem Frühstück auf, was sich als sehr vorausschauend erwies. Nicht nur dass die Stellplatz Auswahl in Stavanger sehr begrenzt ist, sondern unsere ausgewählte Route stellte sich als sehr zeitraubend heraus. Wir wollten der E44 folgen um einer Empfehlung für eine besonders spektakuläre Straße zu folgen.

Wir waren froh, mit einem relativ kleinem Wohnmobil unterwegs zu sein, denn die Straße war extrem eng und  kurvig, mit Felsvorsprüngen die erheblich Schäden verursachen können. Der Gipfel war dann ein Tunnel, ebenso eng und uneinsehbar und mit vielen Felsvorsprüngen. Es passiert mir immer wieder, dass ich uns über wunderschöne Motorradstraßen schicke. Diesmal hatte ich kurz vor dem aller schlimmsten Streckenabschnitt das Steuer übernommen, oh man… 

Am frühen Nachmittag erreichten wir Stavanger und ergatterten den letzten freien Platz auf dem Camping Platz. Es gibt noch einen kleinen Stellplatz im Hafen, hier muss man aber schon morgens ankommen, um überhaupt eine Chance zu haben.

Stavanger

Ein Ausflug zum Lysefjord ist neben der Altstadt eines der absoluten Highlights!

Vom Campingplatz erreicht man den Hafen mit dem Bus in 20 Min.

Stavanger

Lysefjord

Peikestolen, 604m über NN
Lysefjord Bridge

Von Stavanger nahmen wir die E39 in Richtung Bergen. In Mortavika ging es auf die Fähre nach 

Årsvågen. 

Weiter ging es über E39 und E134 Richtung Odda. 

Die Wasserfälle entlang der Route sind einen kurzen Stopp wert.  Besonders der Låtefossen ist gigantisch.

Hardangerfjord 

Der Hardangerfjord ist ein etwa 190 Kilometer langer und bis zu 893 Meter tiefer Fjord an der südwestlichen Atlantikküste Norwegens im Fylke Vestland. Er ist somit der zweitlängste und zweittiefste Fjord an der norwegischen Küste. Wikipedia

Unser Stellplatz am Hardangerfjord war zwar sehr schön, jedoch war es hier noch kälter und der Regen ziemlich stark.

Das Abendessen aus der Gran California Kombüse brachte noch etwas Farbe in den trüben Tag.

Jetzt wird mir auch so langsam klar warum die Norweger die berühmten Norwegerpullover gestrickt, bzw. entwickelt haben. Wenn es hier regnet dann den ganzen Tag wie aus Eimern. Die Strickweise ist sehr zeitaufwendig aber es macht Spaß. Mein Projekt nimmt so langsam Gestalt an.

Auch am nächsten Morgen war es nicht besser und unser eigentlicher Plan weiter nach Bergen zu fahren, war ziemlich schnell Schnee von gestern. Die Einwohner von Bergen sagen zwar «enjoy the rain   » doch Sonne und etwas wärmere Temperaturen  wären uns schon lieber.

Hinter dem ersten Gebirgszug sollte es laut WetterApp wärmer und trockener sein, also machten wir uns auf den Weg.

Fähre von Utne nach Kvanndal.      –     Hinter den Bergen soll die Sonne scheinen 
Hoffentlich kommt uns keiner entgegen.

Sognefjord

Der Sognefjord im norwegischen Fylke Vestland ist der längste und gleichzeitig der tiefste Fjord Europas und damit weltweit an zweiter Stelle. Er verästelt sich in viele kleinere Seitenarme wie zum Beispiel den Aurlandsfjord, den Lustrafjord oder den Nærøyfjord. Wikipedia

Länge: 205 km

An einem Seitenarm des Sognefjords besuchten wir die spektakuläre Aussichtsplattform Segastein


Oberhalb der Platform fanden wir einem superschönen Stellplatz mit herrlichem Blick.

Abends bekamen wir Besuch. Zum Glück haben die Kühe auch irgendwann geschlafen.

Bei soviel Rindfleisch vor der Tür blieb das Abendessen aus der GC Kombüse fleischlos.😉

Wir hatten mal wieder einen kreativen Abend und planten unseren nächsten Tag. 

Aurlandsfjellet

Eine Scenic Route führte uns über das Aurlandsfjellet. Dieses Hochgebirge ist den grössten Teil des Jahres mit Schnee bedeckt.

Unser Tagesziel war heute Geiranger! Hierzu mussten wir um 15.30 Uhr die Fähre in Hellesylt erreichen, die wir am Abend zuvor gebucht hatten. Eine Strecke von 259 km, laut Google in 4,5 Std machbar. Unterwegs gab es allerdings kurze Fährüberfahrten und  2 Baustellen mit Convoifahrzeug, davon eine im Tunnel. 

Letztendlich erreichten wir den Hafen von Hellesylt 10 Minuten vor Abfahrt, wir hatten ca. 6 Stunden gebraucht – so ist es in Norwegen 🤷‍♀️

Für die großen Kreuzfahrtschiffe ist die Passage durch den engen Fjord eine echte Herausforderung, für die Passagiere ein Höhepunkt ihrer Reise.

Natürlich ist Geiranger ziemlich gut besucht, jeden Tag legen mehrere große Kreuzfahrtschiffe hier an – ein bisschen wie Rüdesheim, aber es ist auch ein spektakulärer Ort. Nicht nur der enge Fjord sondern auch der gewaltige Wasserfall ist ein Touristenmagnet. Der Storsetterfossen stürzt 30 Meter in die Tiefe. Über eine Treppe kommt man sehr nah an den Wasserfall heran.

Hinter dem Wasserfall führt die Strasse zum Trollstigen. Der Blick von hier in den Geiranger Fjord ist phantastisch!

Über die Adlerstrasse, die sich vom Fjord den Berg hoch windet ging es weiter nach Ålesund. 

Ålesund 

Hier treffen Ozean und Berge auf einander. Die charmante Stadt ist im Jugendstil erbaut. Nach einem Brand im Jahr 1904 blieb von der aus Holz gebauten Stadt nicht mehr viel übrig. Mit finanzieller Unterstützung durch Kaiser Wilhelm II wurde Ålesund innerhalb von 7 Jahren wieder aufgebaut diesmal aus Stein.

Von unserem Stellplatz hatten wir einen superschönen Blick auf das Meer.

In Sojasauce Knoblauch und Ingwer marinierter Seeteufel mit Tomaten-Mangochutney und gebratener Mango, gewürzt mit 5 Spices aus der Grand California Kombüse.

Am nächsten Tag ging es weiter über Molde nach Bud. 

Kein spektakulärer Ort, aber wir fanden einen schönen Stellplatz an der Marina, neben dem Campingplatz « Karlsvikvegen »

Von Bud ging es weiter in Richtung Atlantikstrasse, die man eigentlich bei Sonnenschein befahren sollte. Doch es regnete mal wieder Bindfäden. Das Hinweisschild « Drågen Smoke House « kam uns gerade recht. Von der Inhaberin wurden wir gleich zu einer Kostprobe und in die Räucherkammer eingeladen.Wir konnten nicht widerstehen….. der Lachs wird als der Beste in Norwegen gelobt.

Das wichtigste für schön Erlebnisse und Fotos ist ja, im richtigen Moment am richtigen Ort zu sein… es schüttete wie aus Eimern… am nächsten Morgen sah der Himmel bedeutend freundlicher aus, das Warten hatte sich gelohnt.

In Kristiansund legten wie ein kurzen Stopp ein, um Fisch zu kaufen.Die Stadt selbst ist nicht besonders reizvoll. Während des Krieges wurde sie fast völlig zerstört und isr jetzt nicht besonders attraktiv.

Kristiansund

Trondheim ist mit ca.210 000 Einwohnern die 3. grösste Stadt Norwegens.Sie hat eine schön erhaltene Altstadt und ist bekannt für sein feuchtes Klima. Die Jahresmitteltemperatur liegt bei 5,3 Grad C.Trondheim war Königssitz und Krönungsort.Trondheim erlangte im 17. und 18. Jahrhundert, durch die Einwanderung von Flensburger Kaufleuten eine wirtschaftliche und kulturelle Blütezeit mit Fisch und Holzhandel.Auch wenn die Stadt mit Regenschirmen dekoriert ist konnten wir unseren  Spaziergang noch gerade trockenen Fußes beenden.
Der Nidarosdom in Trondheim gehört zu den bedeutendsten Kirchen in Norwegen, er gilt als Nationalheiligtum. Er war seit 1152 die Kathedrale der norwegischen Metropoliten. Weil hier der Schrein von Olaf dem Heiligen hinter dem Hochaltar stand, trug der Dom auch den Beinamen „Herz Norwegens“. Wikipedia





Unser Stellplatz liegt ca. 3 km vom Centrum entfernt, ist aber durch öffentliche Verkehrsmittel gut angebunden.  Die Benutzung ist allerdings nicht sehr Touristenfreundlich. Zunächst muss man eine App herunterladen, alles nur norwegisch und dann, wenn man Glück hat, kann man die Strecke auswählen.Von Trondheim ging es weiter in Richtung Norden zunächst über den Trondheimfjord mit der Fähre, dann weiter über kleinere Straßen nach Lund. Hier ging es dann wieder auf die Fähre nach Hofles. Es war eine wunderschöne Fahrt. Wir finden an einem kleinen Hafen einen tollen Stellplatz!
Wir folgen der Straße Fv17, eine der norwegischen Lanschaftsrouten.eine wunderschöne Straße. Immer wieder gehts durch Tunnel, nach denen sich die Landschaft verändert oder auf die Fähre und man ist gespannt was einen erwartet.https://www.youtube.com/embed/BAj47MAflSwWir finden nach den Passagen wieder einen schönen Stellplatz über die Park4night App.


Unser Stellplatz an der Fv 17

Nachdem es die ganze Nacht wie aus Eimern geschüttet hat und sich der Grand California bewegt hat ohne zu fahren, entschließen wir uns die Scenic Route mit den ganzen Fährpassagen zu verlassen und unsere Fahrt nach Bodø auf die E6 fortzusetzen.Die Helgelandsbrua ist auch bei Regenwetter sehenswert!  Webcam








Weiter ging es nach Bodø, einer kleinen Hafenstadt und Ausgangspunkt für die Lofotenfähre.Wie schon erwähnt, mögen wir keine große Vorplanung und hatten die Fähre bis noch nicht reserviert. Man kann zwar auf gut Glück an den Fährhafen fahren, doch dann hat man nicht die Sicherheit am gleichen Tag noch einen Platz zu bekommt. Mit etwas Glück bekamen wie noch einen Platz auf der Abendfähre am nächsten Tag, allerdings ging die Fähre über Røst und Vaeroy, eine Überfahrt von insgesamt 6 Stunden.Wir hatten also am nächsten Tag noch genug Zeit um Bodø zu erkunden.Seelachs Filet in Senfsauce mit einer Kartoffel – Gurken – Dill Pfanne
Unser Stellplatz in Bodo

BodoAls erstes besuchten wir Saltraumen, Ein Naturschauspiel, der stärkste Gezeitenstrom der Welt. wir erwischten allerdings eine ruhige Phase, aber nicht minder schön.




Das Luftfahrtmusem bietet eine Zusammenfassung der norwegischen Luftfahrtgeschichte, angefangen von den ersten Ballonfahrten über die Anfänge der Passagierluftfahrt mit Schwimmflugzeugen bis zu U2 Spionageflügen,Die Stadt Bodo ist eine moderne Stadt die den sonst so häufig vorhandenen Charme eine kleiner Hafenstadt leider vermissen lässt. 




Die Überfahrt auf die Lofoten verläuft anders als gedacht. Keine Spur von Sonne, dafür ziemlich hohe Wellen, Regen und Sturmböen.

Røst

Vaeroy

Vaeroy

Hafeneinfahrt Moskenes um 0.30 Uhr

Auf dem Stellplatz beim Museum in Å in Lofoten ergatterten wir den letzten Platz. in Å – Lofoten

Å i Lofoten oder kurz Å ist ein Ort mit rund 100 Einwohnern in der Region Lofoten in Norwegen, an der Ostseite der Insel Moskenesøy. Der Name, etymologisch verwandt mit Ache und lat. aqua, bedeutet so viel wie Bach.Wikipedia


Wir kaufen ein ganz tolles Roggenbrot und Zimtschnecken.Das Roggenbrot gab es mit geräuchertem Hering, die Zimtschnecke zum Kaffee.Unser nächster Stopp war Moskenes, vom  Campingplatz hat man einen wunderbaren Blick.Weiter ging es über Reine und nach Borg zum Vikinger Museum. Wär das Wetter etwas freundlicher gewesen, hätten wir einen längeren Stopp eingelegt.also ging es weiter, vorbei ein blühenden Wiesen ins Vikinger Museum nach Borg.Das Langhaus ist wirklich interessant, ansonsten gibt es einen Audio Guide über eine Handy App.Wir fanden einen sehr schönen Übernachtungsplatz in der Nähe von Valberg.Mit der Fähre fuhren wir weiter auf die Inselgruppe Vesterålen und zwar von Fiskebøl nach Melbu.Unsern Übernachtungsplatz fanden wir in Boroya, kurz vor der Brücke. ( Park4night)Vesterålen ist auch sehr schön, etwas weniger touristisch als die Lofoten. Besonders Andøya hat uns sehr gut gefallen. Markante Felsformationen prägen die Landschaft.Wir fahren die Küstenstrasse über Noss und Nordmela. Wir verlassen die Inselgruppe Vesterålen um mit der Fähre von Andenes wieder aufs Festland zu fahren.Wir haben herrliches Wetter und genießen die Überfahrt.https://www.blogger.com/video.g?token=AD6v5dx5ZpkdMzTByMIln0K4TCmEXSYoVXK2OTnxofLPdLHsrQGIu1T88T55ardqlzAFAiH4gNgww3Dx1Njmp8gDyluwYOM8d0q8FUkVn4sdTqK9Ripm1sb0irytVJEeiJ0RyUkUd68_Man sollte unbedingt die FerjeCart kaufen in Verbindung mit BroBizz, man bezahlt dann ca. die Hälfte.In Mefjordvaer finden wir einen schönen privaten Stellplatz.Am nächsten Tag geht es von hier über die 861 nach Tromsø.Der Fjord ist sehr breit und die blühenden Wiesen traumhaft schön und wer hätte es gedacht – wir haben auch hier Sommer mit Temperaturen um 26 °
Wir erreichen unseren Stellplatz etwas nördlich von Tromsø in Kvaløysletta und können einen herrlichen Blick genießen!Teriyaki Lachs mit Lauch und gebratenem ReisDie Mitternachtssonne ist mal wieder atemberaubend schön.

Mit Tromsø haben wir das Tor zum Norden und den nördlichsten Punkt unserer Reise erreicht.

Es ist zwar nicht mehr weit bis zum Nordkap, ca. 600 km, aber für eine Skulptur in der Einöde lohnt der Weg hin und zurück nicht.

In Tromsø statten wir zunächst der Eismeerkathedrale einen Besuch ab.  Eine Glanzleistung des Architekten Jan Inge Hovig aus dem Jahr 1957. Von außen ähnelt das Gebäude aufgeschichteten Eisplatten, das Licht zwischen den Platten verzaubert den Innenraum und nicht zuletzt die exponierte Lage machen diese Kathedrale zur Hauptattraktion von Tromsø.

Das Polaria Museum, nah am Stadtzentrum, besuchten wir auch wegen seiner ausgefallenen (Polareis-)Architektur.

Es bietet dem Besucher ein Video und eine Ausstellung rund um die Themen des Eismeers. Wer wenig Zeit hat, sollte sich den Besuch sparen, denn die Ausstellung ist leider nur mässig.

Wohnmobile in der Stadt zu parken ist nicht leicht. Neben dem Polaria gibt es einen teuren Tagesparkplatz, der sich auch als Ausgangspunkt für die Besichtigung der Stadt eignet. Der Campingplatz liegt sehr weit außerhalb und ist abschreckend scheußlich.

Wir empfehlen außerhalb der Stadt zu übernachten. – siehe Blog Teil 1

Der Brand der alten Hafenfront im Jahr 1969 hat die Stadt sehr stark verändert. Die Baulücken wurden mit modernen Häusern bebaut und es ist nicht gelungen ein harmonisches Miteinander zu schaffen.

Die Stadt hat auf uns einen schmutzigen Eindruck gemacht, was auch sicherlich in der großen Möwenpopulation begründet ist.

Die Norweger sind wahre Strassenbaukünstler. Nicht nur, das Tunnel unter dem Meer oder unter Fjorden gebaut werden, sie schaffen es sogar mehrere Kreisverkehre ins  unterirdische Strassensystem einzubauen. Als nicht Ortkundiger verliert man völlig die Orientierung.

Die Landschaft um die Stadt herum ist traumhaft schön.

Von Tromsø aus fahren wir in Richtung Süden über die E6. Eigentlich wollten wir in Narvik einen längeren Stopp einlegen, aber es schüttet wie aus Eimern, die Temperaturen von 30 Grad sind Schnee von gestern.

Das, was wir von Narvik gesehen haben ist nicht sehr einladend. Ein durch Straßenbau, Eisenbahn und Hafen bestimmtes Stadtbild. Parken ist fast nur in Parkhäusern möglich und damit für Wohnmobile nicht geeignet. Es ist eben eine Stadt die durch den Hafen geprägt ist. Mit Riesigen Frachtern wird das Eisenerz verschifft was hier aus Kiruna/Schweden angeliefert wird.

Wir setzen unsere Fahrt in Richtung Süden fort.

In Innhavet finden wir einen sehr schönen Wohnmobilstellplatz.

Von Innhavet folgen wir der E6 in Richtung Süden nach Bodø. 

Auf dem Golfplatz verbringen wir einen wunderbaren Tag. (und die Nacht)

Weiter geht’s über die 17, eine der norwegischen Touristen Straßen. 

Man hat zeitweise eher das Gefühl an einem der norditalienischen Seen entlangzufahren. Wir sehen Gletscher und majestätische Berge.

Wir sind am Rande des Saltfjellet- Svartisen Nationalpark, dem zweitgrößten Gletschergebiet Norwegens.

Den Polarkreis überqueren wir auf der Fähre von Jektvik nach Kilboghavn.

Dort angekommen stellen wir wieder einmal fest, wenn man sich zu spät auf Stellplatzsuche begibt, sind die Traumplätze restlos überfüllt. 

Wir fahren noch bis 21 Uhr und belohnen uns mit einem köstlichen Rotbarsch im Speckmantel und Wasabi Kartoffelpüree aus der Grand California Kombüse, irgendwo an einem Bach. 

Auf dem Weg zur Fähre nach Tjøtta am nächsten Morgen stellen wir auf der Internetseite der Fährgesellschaft Torghatten fest, dass die Fähre wegen technischer Probleme nicht fährt…. Was würde man ohne Internet nur machen, 120 km fahren um festzustellen, daß man wieder umkehren muss.

Wir haben übrigens unbegrenztes Datenvolumen, dank O2.

Also geht es weiter auf der E6 in Richtung Süden. In Trofors legen wir an einem rauschenden

Wasserfall einen Zwischenstopp ein.

Die Stellplatzsuche endet auf dem Campingplatz Svennindal, herrlich an einem Fluss gelegen. 

Eigentlich mögen wir die Atmosphäre auf Campingplätzen nicht so sehr. Dieser Platz war allerdings, ganz ok, wir nutzten auch die Gelegenheit einmal die Wäsche zu waschen…. Es war fast nichts mehr im Schrank.

Weiter geht es auf der E39 in Richtung Trondheim. Nach den spektakulären Landschaften der letzten Tage wirkt es fast schon langweilig.

Wäre da nicht unser Lunch aus der Grand California Kombüse gewesen –

Smørrebrød mit geräuchertem Hering – sowas von lecker.

Unser Ziel bei Trondheim liegt am Fjord in Frosta, auf einem Wohnmobilstellplatz in guter Lage.

Eine herrliche Landschaft, Rolling Hills – wie im Bergischen Land. Hier herrscht ein mildes Klima und wird landwirtschaftlich zum Gemüseanbau genutzt.

Ein Blick in die Wettervorhersage ändert unseren Plan für die Weiterreise, ein großes Regengebiet wird sich an der Westküste entlang der Berge schlängeln und die Landschaft in graue Schattierungen einfärben und das noch mit Temperaturen um die 10 Grad. Das muss nicht sein, nicht schon wieder! Wir setzen unsere Fahrt in Richtung Osten fort, um dann über Røros nach Lillehammer zu fahren.

Røros

Røros ist ein Wintersportort, der im Sommer aber auch zu einem Besuch einlädt.

Røros ist eines der ältesten Bergdörfer Europas und zählt zum UNESCO Weltkulturerbe.

Von Røros ging es weiter in Richtung Lillehammer. Wir wurden überrascht von einer ungewöhnlichen wunderschönen Landschaft. 

Ringebu

Nach einem kleinen Spaziergang durch die Heidelanschaft setzen wir unser Fahrt fort um die Stabkirche von Ringebu zu besuchen.

Die Stabkirche Ringebu ist eine der größten noch erhaltenen Stabkirchen in Norwegen.

Der älteste Teil der Kirche wurde 1220 errichtet.

Lillehammer

Am Birkebeineren Skistadium finden wir einen großen Wohnmobil Stellplatz. Man steht quasi genau im Zieleinlauf.

Für uns war allerdings das Freilichtmuseum Maihaugen ein ganz besonderes Highlight, es ist ein weitläufiges Gelände mit ca. 200 historischen Häusern. 

Von Lillehammer aus fuhren wir in Richtung Eidfjord. Die Fahrt über die Hardangervidda war allerdings ziemlich ungemütlich.

Bei Temperaturen um die 6 Grad setzen wir keinen Schritt vor die Tür.

In ca. 700 m Höhe finden wir den Campingplatz Garen, sehr schön gelegen. Etwas terrassiert angelegt und  für grössere Wohnmobile nicht unbedingt geeignet. 

Aus der Grand California Kombüse gibt es Shrimps mit Glasnudeln, Frühlingszwiebeln, Tomaten mit viel Knoblauch. 

Gut, dass wir die folgende Fahrt ausgeschlafen genießen konnten. Hinter jeder Kurve gab es einen spektakulären Blick.

Und im Tunnel gab es sogar eine Überraschung: einen Kreisverkehr!😀

Diesmal dürfen wir den Hardangerfjord also im Sonnenschein erleben, wie schön.

Die Fähre bringt uns von Kinsavik nach Utne und weiter nach Kvanndal.

Auf einem sehr schönen Picknickplatz gibt es aus Grand California Kombüse, das beste Smørrebød „ever“ !

 Eismeerkrabben auf Avocado, Brot und viel Majonaise.

Dieser Platz mit der wunderbaren Aussicht, wäre in Italien schon lange mit einem Restaurant bebaut worden. In Norwegen findet man das leider sehr selten.

Nicht weit von diesem Ort besuchen wir den Steindalsfossen. Er hat eine Fallhöhe von 50 Metern. Besonders interessant wird es wenn man hinter dem Wasserfall entlang geht.

Als Übernachtungsplatz hatten wir uns für heute das kleine Städtchen Osøroy ausgewählt – wir hatten jedoch nicht geahnt, dass wir vom Wasserfall aus wieder mal auf einer Motorradstrasse dorthin geführt werden, ein bisschen Nervenkitzel mussten wir also heute noch verkraften.

Wie erreichen unser Ziel ohne eine Schramme!

Osøroy

Die Stellplatzgebühr kann man hier über eine App „GoMarina“ entrichten, ganz praktisch.

Bergen

Da wir nur ungern mit dem Wohnmobil nach Bergen hineinfahren wollten, es ist sehr eng und die Anzahl der Stellplätze ist sehr begrenzt, haben wir uns einen Parkplatz am Expressboot Kai von Kleppestø gesucht. Von hier ist man in ca. 10 Minuten im Centrum und hat zudem während der Einfahrt in den Hafen noch einen schönen Blick auf die Stadt. Das Ticket kann man mit der App Skyss Billet kaufen. Die Überfahrt kostet 4 € für Erwachsene und 2 € für Senioren. Das Parken ist auf dem Parkplatz kostenlos, eine gute Möglichkeit um Bergen stressfrei zu besuchen.

Natürlich können wir im Fischmarkt nicht wiedersehen und kaufen King Crab Legs😄

Ein Genuss aus der Grand California Kombüse, mit Avocado, Aioli und Brot.

In Rong auf einer der vorgelagerten Inseln finden wir einen wunderschönen neuen Stellplatz an einem Yachthafen mit Blick in den Fjord. Der Platz ist neu mit guter Infrastruktur. Ver- und Entsorgung sind vorhanden und ein kleines Einkaufszentrum ist fussläufig erreichbar.

Leider regnet es fast ununterbrochen, bei 10 Grad, so dass wir diesen schönen Ort am nächsten Tag in Richtung Osten verlassen.

Hardangerfjord & Hardangervidda

Wir erleben eine ereignisreiche Fahrt, mit 2 Fährüberfahrten, 10 Tunneln, wunderschönen Ausblicken auf Fjorde, unzählige Wasserfälle und einer imposanten Natur auf dem Hochplateau der Hardangervidda; die mit 8000 qkm das größte Hochplateau Europas ist.

Auf ca. 500 m Höhe erreichen wir einen schönen Campingplatz an einem Fluss und beschließen den  Tag mit einem Terijaki Lachs und gebratenem Basmatireis aus der Grand California Kombüse.

Von hier aus ging es am nächsten Tag zur Heddal Stabkirche, durch das Skigebiet der Telemark. Hier sieht es im Sommer nicht so aufregend aus.

Die Stellplatzsuche wird erneut schwierig, die in den Apps angezeigten Plätze entlang des Telemarkkanals sind entweder total überfüllt oder gefallen uns nicht. 

Gegen eine Runde auf dem Golfplatz Norsjø in Ulefoos nächsten Tag ist allerdings nichts einzuwenden….und siehe da, auf dem Parkplatz hat man dazu noch einen tollen Blick

auf den Norsjø See – Glück muss man haben-  und dazu noch der Regenbogen….😘

Wir waren umgeben von Blaubeerbüschen und die BLUBERRY PANCAKES am nächsten Morgen waren vorprogrammiert, selbstverständlich mit Ahornsyrup! YUMMY!!!

Der Golfplatz war ein Erlebnis – Ich fühlte mich ein wenig wie eine Bergziege…. Oh man. 

Weil der Platz auf den ersten Blick relativ eben aussah, mietete ich kein Cart sondern trug das Bag, ob das eine so gute Idee war, wird sich morgen zeigen.

Der Platz war top gepflegt und die Ausblicke wunderschön.

Die nächsten Tage verbrachten wir weniger spektakulär und im Süden wurde es immer schwieriger einen schönen Stellplatz zu finden.  Ziemlich abgelegen fanden wir einen Platz an einem wilden Fluss gelegen ansonsten sehr ruhig. Zum Glück war der Kühlschrank noch gefüllt. aus der Grand California g Kombüse gab es etwas vietnamesisches- Glasnudeln mit Shrimps in einer Erdnusssauce mit viel frische, Gemüse und Korianderblättchen die nur noch kurz untergehoben habe – einfach köstlich.

Unser letzter Tag in Norwegen verlief ähnlich. an der Küste war absolut kein Platz zu finden. In Kragerø, war es zwar wunderschön aber ein Platz fürs Wohnmobil zu finden war nicht möglich. Letztendlich fanden wir einen sehr gut ausgestatteten Platz unweit zur Autobahn, ruhig, sicher und wenig aufregend. 

Um so besser war dann unser letztes Abendessen in Norwegen. In Kragerø hatten wir in einem sehr gut sortierten Fischgeschäft Seehecht gekauft.

Aus der Grand California Kombüse gab es gegrillten Seehecht mit Patatas Bravas, Pimentos Padron mit  einer homemade Aioli ( danke an den Milchschäumer😂)

Nach mittlerweile 6 Wochen und 7447 km geht damit unsere Reise durch Norwegen zu Ende. Mit der Fjordline  geht es von Langesund nach Hirtshals.

Es war eine wunderbare Reise mit unzähligen Highlights.

So Einiges ist uns auch negativ in Erinnerung. 

1. Es gibt viel zu wenig offizielle Stellplätze, daher ist es manchmal sehr schwierig einen Stellplatz zu finden. 

2. Ich habe vom ersten bis zum letzten Tag dort eingekauft. Die Preise sind durchschnittlich um 40 % höher als in Deutschland. Es ist auch oftmals schwierig einige Lebensmittel zu finden. Man findet keinen Metzger, sehr selten einen Bäcker und die Fischgeschäfte nur in großen Städten. Mir hat das Einkaufen dort keinen Spaß gemacht. Alles ist Plastik verpackt….

Ich koche sehr gerne und hätte beim Fisch gerne etwas mehr Abwechslung vorgefunden. Es gibt Lachs in kleinen oder großen Packungen, 

mit oder ohne Sauce ….das war’s. 

Wir sind gerade durch Dänemark zurück gefahren, hier sieht es völlig anders aus. Hier bekommt man alles zu vernünftigen Preisen und in guter Qualität!

Trotzdem waren die 6 Wochen wunderbar!

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